USA 2020? Warum nicht!

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    • USA 2020? Warum nicht!

      Hi Leute!
      Ich mach hier mal eine etwas eingerostete Kiste auf, die wo Reiseberichte rein gehören. Und es wird nicht in den Südwesten gehen(sorry).
      Aber uns hat es sehr gut gefallen wieder einmal Neuland zu entdecken!
      Mir ist durchaus bewusst, dass hier nicht so viele mitlesen...
      Ich fühle mich auch im kleinen Kreis gut aufgehoben!
      Also Ihr könnt gespannt sein...
    • Prolog

      2019 waren wir seit Ewigkeiten das erste Mal nicht in den USA...
      obwohl wir dafür zwei Wochen im September vorgehalten hatten.
      Unser Plan war eine Route von Denver nach Seattle oder Chicago...
      aber wie wir es auch gedreht und gewendet haben waren die 14 Tage zu knapp für unsere Pläne
      und so haben wir uns ein Ferienhäuschen auf Rügen gemietet und unsere Pläne für später aufgehoben.
      Nun war aber auch klar, dass wir auch in absehbarer Zeit keine vier Wochen am Stück Urlaub bekommen und so musste ein neuer Plan her.
      Auf unserem Wunschzettel stehen da noch der Nord Osten mit Boston, Florida, die Südstaaten aber auch New Mexico und Kalifornien sind immer eine Reise Wert...
      Nach langen hin und her rückt Florida in unseren Focus.
      Der Sunshine State steht schon lange auf unserer Wunschliste, allerdings haben wir es immer vor uns hergeschoben
      diesen Wunsch auch in die Tat umzusetzen. Einerseits hatte ich Angst,
      dass wir von Florida enttäuscht werden könnten und zum anderen haben wir bis her unseren Urlaub immer im Herbst geplant. Und zu dieser Jahreszeit wüten meist Hurricanes im Südosten der USA...

      Auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken stöberten wir durch die Regale der hiesigen Buchhandlung
      und kamen so natürlich auch zur Reise Abteilung... wie durch Zufall schmuggelte sich auch ein Florida Büchlein
      mit unter die Einkäufe, mit welchem wir uns selbst beschenkten.
      Zu Hause angekommen stelle ich fest, dass sich in unserem Bücherregal schon ein Reiseführer von Florida befindet...
      zum Glück von einem anderen Verlag. Nun haben wir also zwei Nachschlagewerke für die Region und können die dunkle Jahreszeit nutzen um uns in Stimmung zu bringen.
      Wir schmökern also in unseren Reiselustmachern und es dauert auch gar nicht lange bis wir so begeistert davon sind,
      dass wir uns für Ende Februar Flüge buchen.
      So zeitig im Jahr hatten wir noch nie unseren Urlaub geplant und so verging die Zeit bis zum Abflug rucki zucki...

      Zu den Flügen gesellt sich auch recht schnell ein Mietwagen und da bei den bestens bewerteten Hotels die Zimmer langsam knapp werden reservieren wir uns auch gleich für die ersten Übernachtungen etwas vor...
      Jetzt muss nur noch an der groben Routenführung gefeilt werden, was angesichts unseres knappen Zeitrahmens nicht gerade leicht ist...
      Am Ende unserer Planung steht dann auch nur ein grober Plan mit einer viel zu großen Liste an Wunschzielen aus denen wir uns dann vor Ort einen Fahrplan zusammen setzen werden.
    • „Mit dem Flieger nach Miami“

      Der Wecker klingelt wie an jedem normalen Werktag kurz nach Vier, also alles wie immer? Nein heute ist Sonnabend und da können wir eigentlich ausschlafen...
      hat da jemand vergessen den Wecker abzustellen und wir können uns noch einmal umdrehen und ein paar Stündchen weiter ratzen?
      Nein – bloß nicht - jetzt heißt es raus aus den Federn, denn heut geht unser Flieger nach Florida.
      Also schleunigst den Schlaf aus dem Gesicht gewaschen, die letzten Sachen in den Koffer gepackt und dann kann es auch schon losgehen...
      Mit dem Eltern-Shuttle geht es zum Flughafen und dank freier Autobahn sind wir in einer guten halben Stunde am Ziel und wenige Minuten später auch unser Gepäck los.
      Nach der Sicherheitskontrolle ist es nun Zeit für ein kleines Frühstück, es gibt Kaffee, Sandwich und Muffins und so langsam beginnt die Vorfreude auf die kommenden zwei Wochen im Süden Floridas.
      Der Zubringer ist kaum in der Luft und schon beginnen wir mit dem Landeanflug auf München von wo aus wir mit einem A380 direkt nach Miami gebracht werden...
      der Flug ist ganz entspannt und so kommen wir pünktlich in Miami an.
      Bilder
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    • „Welcome to Miami“

      ...dudelt mir die ganze Zeit durch die Birne
      die Immigration zieht sich und nach dem Automaten müssen wir mit dem „X“ auf dem Ausdruck noch
      zum Officer (bei dem wir nicht einmal einen Stempel in den Pass gedrückt bekommen)...
      danach noch Koffer holen und weiter über endlos erscheinende Korridore zum „MIA Mover“.
      Mit dem Bahnle geht es direkt zu unserem Auto, wir buchen am Schalter noch flugs „Toll by Plate“ und verschwinden mit einem Nissan Rogue in die Nacht...
      hier draußen scheint gerade die Welt unter zu gehen, es regnet in strömen und irgendwie kommt es mir vor als wenn es zu allem Überfluss auch noch wittert...
      ja genau so habe ich mir die Ankunft im Sonnenstaat immer vorgestellt.
      Nach dem anfänglichen Stress auf dem knacke vollem Highway bzw. Interstate gewinne ich langsam die Kontrolle
      und wir nähern uns mit großen Schritten bzw. nassen Reifen unserem Hotel in Florida City.
      Jetzt ist auch klar das die Blitze hier nicht vom Himmel zucken sondern an allen Ecken die Toll-Brücken uns im Auto blitzdingsen...
      schon irgendwie gespenstisch. Und wenn es mal nicht von oben blitzt so melden sich die für uns ungewohnten Warnleuchten des „Totwinkel-Assistent“
      und auf einer vollen Piste hat der natürlich gut zu tun...
      Im Hotel geht es noch unter die Dusche und dann ins Bett... die paar Minuten bis wir im Land der Träume verschwinden freuen wir uns einfach hier zu sein!
    • Da lese ich gerne mit, wir waren 2020 auch in Florida, allerdings wahrscheinlich ein wenig vor euch (Mitte Januar bis Mitte Februar).

      Anreise ebenfalls über München mit dem A380. Bei uns war die Immigration unglaublich voll und der Flug wenig entspannt (was aber an unserer einjährigen Begleiterin lag).

      Wenn man aus dem Airport auf die Interstate fährt erschlägt es einen tatsächlich gleich mal, viel Verkehr, sehr viele Spuren und natürlich das Blitzen der Toll Stations...

      Bin gespannt was ihr alles so gemacht habt. Florida ist nicht unser Favorit, aber trotzdem waren wir jetzt zweimal da. Beim zweiten mal fanden wir es sogar besser, haben aber ehrlich gesagt nicht wirklich viel angeschaut weil wir den Fokus mehr auf Wetter genießen und Baby entertainen gelegt hatten ;-)
    • Ich schließe mich auch gern an und bin gespannt, was ihr so in Florida erlebt und gesehen habt.

      Da hattet ihr wirklich noch den optimalen, spätestmöglichen Termin erwischt. Viel später hättet ihr vermutlich wirklich nicht dran sein dürfen.
      Das Wetter zum Empfang hätte ja schonmal netter sein dürfen, aber dafür ist es hoffentlich besser, wenn ihr wirklich unterwegs seid und was unternehmen wollt.
    • Hallo ihr Drei,
      ja mit dem zeitigen Urlaub haben wir echt den Hauptgewinn gezogen und uns auch den Rest des Jahres immer wieder daran hochgezogen.
      Und ich will euch nicht die Spannung nehmen,
      Florida hat uns trotz anfänglicher Regenschauer total gut gefallen... wir haben noch einiges auf unseren nächsten Besuch des Südzipfels verschoben.
    • Also ausschließen würde ich FL auch nicht. Glaube schon, dass es dort echt entspannend ist einfach mal ein Haus mit eigenem Pool an einem Kanal zu genießen. Bin auch mal auf die Unterkünfte gespannt. Mittlerweile gehen ja viele auf Airbnb...aber das habe ich bisher nie gemacht. Bin da ehrlich gesagt zu skeptisch...was ist, wenn einem irgend etwas nicht gefällt etc...Bei einem Hotel kann man ja notfalls ein Zimmer wechseln oder direkt dann woanders hin.
      Micha
      Highlights des Südwestens: canyon-trails.de
    • Micha schrieb:

      Bin auch mal auf die Unterkünfte gespannt. Mittlerweile gehen ja viele auf Airbnb...
      Wir haben bisher in den USA noch nicht bei Airbnb gemietet, da wir die meisten Unterkünfte direkt vor Ort buchen meist einen Abend vorher.
      Außerdem wollen wir auch immer früh los und haben auch keine Lust/Zeit auf einen langen Plausch...
      Also gibt es bei uns Hotelzimmer und es entscheidet auch mehr die Lage, Bewertung als der Preis.
      Ein Haus für mehrere Wochen könnte ich mir auch gut vorstellen, allerdings hat bisher das Entdeckergen in uns immer gesiegt
      und so fahren wir immer noch viele Meilen um ein großes Stück Land zu bereisen. Wir haben aber auch schon einige Orte im Kopf, wo es sich lohnt länger zu verweilen...
      auch in Florida.
    • „Angekommen“

      Auch ohne Wecker sind wir bei Zeiten wach und lümmeln noch ein wenig in den Betten, doch irgendwann graben wir uns aus den vielen Kissen. Ein Blick auf die Uhr verrät, dass es bis zum Frühstück hier im Hotel noch ein paar Stunden sind und so googeln wir einen Wal Mart in der Nähe und starten unseren Wagen. Die Straßen sind frei wie in einer alten Autowerbung und auch im Großmarkt ist es menschenleer. Schnell haben wir alles im Korb und stehen erst mal an der einzig offenen Kasse an...

      Zurück im Hotel geht es dann auch direkt zum Buffet, Rührei mit Speck und Pancake,danach ein warmes Oat mealmit Nüssen, Rosinen und Apfelstückchen... schmeckt lecker und macht satt.
      Danach gehen wir auf unser Zimmer und machen uns wanderfein.
      Und dann geht es endlich raus in die Natur, es ist wolkenverhangen und ab und zu nieselt es bei angenehmen 23°C..

      irgendwie passt das Wetter zur Wasserlandschaft in den Everglades. Unser erster Stopp ist das „Ernest F. Coe“ Visitor Center. Hier machen wir uns mit dem südlichen Teil des Parks vertraut und bekommen vom hiesigen Ranger neben der obligatorischen Park map auch ein paar Tipps für die weitere Tages Planung. Den ersten „Einheimischen“ begegnen wir dann auf dem Parkplatz bei Royal Palm, hier knabbern eine ganze Horde Geier an den ungeschützten Autos der Besucher die Plastikteile ab. Wir beobachten das treiben eine Weile und decken dann unseren Silberling mit einer der bereitliegenden Planen ab.



      Dann schnappen wir uns unsere Rucksäcke und Schirme und machen uns auf den „Anhinga Trail“ zu erkunden... gleich auf den ersten Metern wimmelt es nur so von Wasservögeln. Graureiher, welche in unserer Heimat auch heimisch sind kann man hier aus nächster Nähe bestaunen und auch viele Verwandte von ihnen. Außerdem dümpeln hier auch eine Menge Schildkröten durchs Feuchtgebiet und fressen die Blüten der Wasserpflanzen gierig weg. Und dann begegnen wir unserem ersten Alligator! Er bewegt sich ganz gemächlich durchs Wasser und guckt ganz lieb, seine Beißerchen hält er brav versteckt...



      Auch den Namen gebenden Anhinga können wir im Wasser und beim Lufttrocknen bestaunen und trotzt einiger Regenschauer gefällt uns die kleine Runde ausgezeichnet und so hängen wir gleich noch den „Gumbo Limbo Trail“ hinten dran.
      Zurück am Parkplatz sind wir ganz fasziniert von den Baumriesen, welche über und über mit Tillandsien und Bromelien bewachsen sind... jeder Baum eine eigene Welt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Bernd ()

    • Wir fahren weiter südwärts und langsam bessert sich auch das Wetter und spätestens am Mahogany Hammock zeigt sich das erste mal die Sonne. Schon mit den ersten Wolkenlöchern wird es richtig warm hier und die Luftfeuchtigkeit tut ihr übriges...so kommen wir auf dem kurzen Holzplanken weg ordentlich ins schwitzen.



      Kaum im Auto dunkelt es schon wieder ein und ein Monsun artiger Regenschauer geht über uns nieder... der Regen dauert allerdings nur wenige Minuten und so fahren wir einfach durch bis an die Florida Bay. Wir stellen das Auto ab und gehen an den Strand... toll das Rauschen der Wellen und der Geruch des Meeres.
      Ein paar Möwen kreischen und am Strand sitzen jede Menge Black Skimmer (Schwarzmantel-Scherenschnabel).



      Nach dem kleinen Strandspaziergang wollen wir nun aber weiter, es gibt noch so viel zu entdecken!
      Unser nächster Stopp ist an der Marina, auch hier geht es recht gemütlich zu. Wir schlendern ein wenig am Wasser entlang und werden von einigen Alligatoren beäugt... daran werden wir uns wohl gewöhnen müssen. Als nächstes zieht uns ein Adlerhorst in seinen Bann, hier ist gerade Raubtierfütterung und während Mutti Osprey die hungrigen Schnäbel stopft hält der Papa Wache.




      Gleich nebenan tauchen aus dem trüben Wasser zwei Nasen auf... wem gehören die denn? Wir suchen eine ganze Weile den Bereich um die inzwischen wieder abgetauchten Nasen ab aber außer ein paar Ringe auf der Wasseroberfläche ist nichts zu erkennen in der trüben Brühe. Doch dann scheint sich etwas zu bewegen, ganz langsam kommt ein recht großer Schatten auf uns zu und dann taucht wieder eine Nase auf und wenig später sehen wir unseren ersten Manatee... nein es sind sogar zwei!
      Die beiden dümpeln gemütlich zu unseren Füßen und fressen Grünzeug unterhalb vom Bootssteg.



      Während wir die Sehkühe beobachten steigt uns ein leckerer Geruch in die Nase und wenig später sitzen wir an einem Picknicktisch und futtern einen super leckeren Mushroom-Swiss Burger mit Sweet potato fries und coleslaw.
    • Nach dem Essen ruhen wir noch ein Weilchen auf den sonnigen Bänken bei der Marina und beobachten die mutigen Kanuten, wie sie furchtlos an den Alligatoren vorbei paddeln. In den nächsten Tagen wollen wir uns auch ein Kanu mieten...



      Auf der Fahrt zurück halten wir immer wieder für Vogelbeobachtungen und sichten auf einem malerischen Holzplankenweg auch die erste Schlange.
      Nachdem wir den Everglades NP verlassen haben halten wir bei „Robert is here“ um... als wir den Laden verlassen ist draußen die Hölle los, hunderte Moped und Quadfahrer dröhnen die Straße rauf und runter ohne auf andere Rücksicht zu nehmen oder sich an Regeln zu halten, wir warten eine ganze Weile und beobachten das nicht ungefährliche Treiben mit einer Mischung aus Faszination und Angst... mittlerweile hat sich an der benachbarten Kreuzung ein ordentlicher Stau gebildet. Als sich das Chaos etwas legt trauen wir uns auch wieder in den Straßenverkehr müssen uns aber noch einige Ampeln weit mit den Chaoten rumärgern, welche weder an Stopp Schildern noch an roten Ampeln halt machen... die City Police holt sich zwar ein paar an einer Tankstelle raus aber gegen die schiere Masse kann sie auch nichts ausrichten.



      Mit etwas Glück entkommen wir den verstopften Straßen und erreichen kurz vor Sonnenuntergang den Biscayne NP. Leider schließt dieser in wenigen Minuten, so dass wir nur eine kleine Orientierungsrunde drehen um dann auch gleich vom Gelände komplementiert werden...
      Auf dem NachHauseWeg sehen wir im letzten Tageslicht selbst in den Kanälen neben der Straße immer wieder Alligatoren... und staunen über den Mut der hiesigen Angler.
    • Hey, :wantit: ein Reisebericht!!!
      Ich steige auch gerne noch mit ein.

      Nach Florida ging 1999 meine allererste USA Reise und ich war 2003 nochmal da. Seitdem irgendwie nicht mehr, aber inzwischen würde ich gerne mal wieder hin. Bin auch gespannt, wie es euch gefallen hat und wie die Route aussieht.
    • Hallo Bernd,

      interessante Photos!

      Ich glaube Florida polarisiert ein wenig.

      Für uns käme eine Reise die - sorry, ich überspitze - nach "Badeurlaub" aussehen könnte, nicht in Frage. Wir brauchen einfach die Einsamkeit, wollen unsere Ruhe und wenns dann noch geht Wüste. Finden wir das sind wir glücklich.

      Diesem Wunsch nach weniger dicht bevölkerten Gebieten haben wir auch in Deutschland in den vergangenen Jahren Rechnung getragen, sind über die Jahre aus dem Ballungsgebiet mit mehr als 1.200 Einwohnern pro Quadratkilometer weggezogen und nun in einer Region sesshaft geworden, wo nur ca. 60 Menschen auf gleicher Fläche leben. Das ist unser Ding.

      Damit soll nicht gesagt werden, dass Florida nicht passt - es ist halt nicht unser Ding. Aber Photos schauen ist trotzdem schön. :super:

      Gruss
      Rolf
      Desert Drunk and Red Rock Crazy Stories aus dem amerikanischen Südwesten
    • Micha schrieb:

      Also ausschließen würde ich FL auch nicht. Glaube schon, dass es dort echt entspannend ist einfach mal ein Haus mit eigenem Pool an einem Kanal zu genießen. Bin auch mal auf die Unterkünfte gespannt. Mittlerweile gehen ja viele auf Airbnb...aber das habe ich bisher nie gemacht. Bin da ehrlich gesagt zu skeptisch...was ist, wenn einem irgend etwas nicht gefällt etc...Bei einem Hotel kann man ja notfalls ein Zimmer wechseln oder direkt dann woanders hin.

      Bernd schrieb:

      Micha schrieb:

      Bin auch mal auf die Unterkünfte gespannt. Mittlerweile gehen ja viele auf Airbnb...
      Wir haben bisher in den USA noch nicht bei Airbnb gemietet, da wir die meisten Unterkünfte direkt vor Ort buchen meist einen Abend vorher.Außerdem wollen wir auch immer früh los und haben auch keine Lust/Zeit auf einen langen Plausch...
      Also gibt es bei uns Hotelzimmer und es entscheidet auch mehr die Lage, Bewertung als der Preis.
      Ein Haus für mehrere Wochen könnte ich mir auch gut vorstellen, allerdings hat bisher das Entdeckergen in uns immer gesiegt
      und so fahren wir immer noch viele Meilen um ein großes Stück Land zu bereisen. Wir haben aber auch schon einige Orte im Kopf, wo es sich lohnt länger zu verweilen...
      auch in Florida.
      Wir haben inzwischen schon ganz oft bei Airbnb gemietet, egal ob in Deutschland, Europa oder den USA. Hat eigentlich immer super funktioniert und meistens hat man auch gar keinen Kontakt zum Vermieter. Kommt aber auf die Unterkunft an. Viele machen das mit Zahlenschloss und man bekommt vorher den Code. Was wir an Airbnb super finden ist, dass man eben einfach andere Unterkünfte bekommt und wir meistens auf Hotel mit dünnen Wänden auch keine Lust haben. Wir buchen aber nie einzelne Zimmer sondern immer Rentals bei denen wir die ganze Unterkunft für uns haben.
    • Bernd schrieb:

      Dann schnappen wir uns unsere Rucksäcke und Schirme und machen uns auf den „Anhinga Trail“ zu erkunden..
      Das ist finde ich tatsächlich der schönste Teil im Park, aber insgesamt gefallen uns die Everglades total gut. Es gibt allerdings noch ein paar Sümpfe, die eigentlich viel mehr zu bieten haben. Mal schauen wo ihr noch überall wart.


      hatchcanyon schrieb:

      Für uns käme eine Reise die - sorry, ich überspitze - nach "Badeurlaub" aussehen könnte, nicht in Frage. Wir brauchen einfach die Einsamkeit, wollen unsere Ruhe und wenns dann noch geht Wüste. Finden wir das sind wir glücklich.
      Kann ich verstehen und ist bei uns eigentlich auch so. Allerdings kann man auch in Florida ganz gut einsame Dinge erkunden. Es handelt sich aber dabei halt immer um Wald, Sumpf oder Strand. Wir brauchen eigentlich die Berge aber mit einem kleinen Kind verschiebt sich dann ahlt doch der Fokus manchmal.

      Micha schrieb:

      Also ausschließen würde ich FL auch nicht. Glaube schon, dass es dort echt entspannend ist einfach mal ein Haus mit eigenem Pool an einem Kanal zu genießen.
      Genau das haben wir gemacht und fanden das auch mal sehr entspannt. Es war für uns tatsächlich mehr American Life genießen als wirklich auf große Entdeckungstour zu gehen. Aber das ist auch mal was schönes. Und der größte Vorteil war, dass es so schön angenehm warm war :-)
    • Bosley schrieb:

      Wir brauchen eigentlich die Berge aber mit einem kleinen Kind verschiebt sich dann ahlt doch der Fokus manchmal.
      Verständlich!


      Ob wir mit Kleinkind Wüste machen würden? Wahrscheinlich nicht!

      Bosley schrieb:

      Und der größte Vorteil war, dass es so schön angenehm warm war :-)
      Warm ist immer gut, aber ist es am Golf nicht auch recht feucht? Wir lieben die Tage an denen es im Südwesten unter 20% Luftfeuchte hat.

      Bosley schrieb:

      Es war für uns tatsächlich mehr American Life genießen als wirklich auf große Entdeckungstour zu gehen.
      Für das Kind sicherlich auch die richtige Lösung. Und wenns dem Nachwuchs gut geht wird das auch für die Eltern zutreffen.

      Gruß
      Rolf
      Desert Drunk and Red Rock Crazy Stories aus dem amerikanischen Südwesten
    • „Zweiter Tag“

      Da es hier im Holiday Inn Express schon ab sechs Frühstück gibt sind wir natürlich pünktlich vor Ort und besetzen auch gleich den besten Tisch um uns die Bäuche voll zu schlagen...
      Das Buffet ist schon aufgebaut und noch völlig jungfräulich, wir können uns die besten Happen angeln und so starten wir mit Pancakes, Bacon und Ei recht amerikanisch in den Tag, zum Dessert eine warme Zimtschnecke und natürlich Kaffee.
      Jetzt noch mal auf´s Zimmer und schon sind wir startklar für neue Abenteuer.
      Heute geht es auf dem Hyw 1 nach Key Largo,
      unser Ziel ist der John Pannekamp Coral Reef SP. Am Kassenhäuschen bezahlen wir den Eintritt und suchen einen schattigen Platz für unseren Nissan. Hier ist schon ordentlich was los und so machen wir uns auf den Weg zum Bootsverleih.
      Genau, heute wollen wir unseren Plan von einem Kanuausflug in die Tat umsetzen... nachdem sich gestern in den Everglades diese Idee in unsere Köpfe geschlichen hat haben wir am Abend noch ein wenig recherchiert und uns entschieden hier in See zu stechen.
      Wir entscheiden uns für einen Zweisitzer und wählen die zwei Stunden Tour zum Kennenlernen.



      Vor dem Start bekommen Schwimmwesten und einen Streckenvorschlag und schon kann es los gehen. Wir verlassen den Anleger und nach wenigen Minuten sind wir allein in den Mangroven. Es ist total schön hier, die Sonne scheint das Wasser ist klar und außer dem Eintauchen der Paddel ist eine angenehme Stille um uns herum, ganz genau so haben wir es uns vorgestellt.
      Obwohl wir die meisten Sackgassen mitgenommen haben schaffen wir die empfohlene Route auch mit einem kleinen Umweg ohne Anstrengung... ja sogar der befürchtete Muskelkater am folgenden Tag bleibt aus. Unterwegs sehen wir einige Wasservögel, Schildkröten und ein paar Fischlein werden aber von hungrigen Alligatoren verschont.
      Wieder an Land erkunden wir die Gegend per pedes und da springt mir doch glatt ein Gecko auf den Hut... keine Ahnung was der vor hatte, auf jeden Fall konnte ich ihn abschütteln bevor er Schaden anrichten konnte.



      Als wir den SP verlassen ist es kurz vor zwei und ja wir haben Hunger... bei MrsMac´s Kitchen bekommen wir einen Tisch am Fenster und bestellen uns super leckere Fisch Sandwiches mit Kartoffelsalat und als Nachtisch KeyLime Pie – auch sehr zu empfehlen!



      Auf dem Heimweg besuchen wir noch einmal den Biscayne NP, zumindest den kleinen Teil welcher an Land liegt und gewiesen die abendliche Stimmung bis Torschluss.



      Die Flagge ist eingeholt und wir spielen noch mit dem Gedanken Miami einen abendlichen Besuch abzustatten...
      entscheiden uns dann aber doch gegen das stressige Großstadtgetümmel und fahren nach Hause.