Grand Canyon intense - USA 2018

    • 07.05.18 - Hike zum Yellow Rock

      Gegen 13 Uhr passieren wir den Trailhead zum Lower Hackberry Canyon, an dem einige Autos parken. Einige Leute parken hier für den Yellow Rock, auf den wir heute auch noch klettern wollen. Wir halten uns jedoch an die Beschreibung von Peter Felix Schäfer und parken am Abzweig zur Brigham Plains Road.



      Von hier geht es Richtung Westen quer durchs Gebüsch direkt auf die Felswand zu. Das Gebüsch ist ziemlich dicht und manchmal bräuchten wir fast eine Machete. Kurz vor der Felswand überqueren wir den Cottonwood Creek und finden den Einschnitt bzw. den kleinen Seitencanyon, in dem sich der Yellow Rock Trailhead befindet.

      Vom Trailhead aus geht es extrem steil über ein nettes Geröllfeld mit Kakteen nach oben. Ein schmaler Pfad und einige Steinmännchen sind erkennbar und wir kämpfen uns mit brennender Lunge nach oben. Von hier ist der Yellow Rock selbst noch nicht zu sehen. Es liegen noch ein paar steile Meter vor uns, bevor der gelbe Riese ins Blickfeld kommt.





      Ein paar Meter sind es noch bis zum Fuß des Berges und ich bin schon ziemlich kaputt. Wir haben uns natürlich auch die beste Zeit für diesen Hike ausgesucht: über Mittag. Als wir den gelben Sandsteinhügel erreichen, mache ich erstmal eine kurze Pause unter einem Gebüsch im Schatten, bevor wir den Anstieg auf den Gipfel wagen.



      Der Aufstieg zieht sich ein wenig, ist aber wirklich lohnenswert. Oben angekommen machen wir dann auch endlich unsere wohlverdiente Lunchpause und genießen den Blick in alle Richtungen. Die Farben und Strukturen sind total abwechslungsreich und schön.







      Beim Abstieg müssen wir insbesondere auf dem letzten Stück über das Geröllfeld sehr vorsichtig sein. Einige Abschnitte lege ich im Krabbengang zurück. Zum Glück haben wir Handschuhe dabei, die wir am Anfang des Urlaubs im Walmart gekauft haben. So reiße ich mir wenigstens nicht die Hände auf.
      Kurz vor 16 Uhr sind wir zurück am Auto und machen uns auf den Weg nach Kanab. Kurz vor der Kreuzung mit der 89 führt die Cottonwood Canyon Road noch durch sehr schöne Badlands östlich des Paria River.

      Schließlich erreichen wir Highway 89 und biegen Richtung Kanab ab. Einen kurzen Abstecher machen wir noch zur Paria Contact Station, um uns dort nach dem Zustand des Paria River Canyon und der Buckskin Gulch zu erkundigen.
    • 07.05.18 - Zu Hause in Kanab

      Als ich auf mein Telefon schaue, sehe ich, daß unsere Gastgeberin Celeste schon eine Nachricht geschickt hat und sich auf uns freut. Ich schreibe ihr, daß wir in ca. 45 Minuten ankommen werden.

      In Kanab finden wir schnell das markante Haus von Celeste und Nicholas wieder. Wir waren hier 2015 für zwei Nächte und haben uns sofort richtig wohl gefühlt. Jetzt freuen wir uns auf insgesamt 5 Nächte in dieser tollen Unterkunft.



      Als wir ankommen, werden wir schon erwartet und von Celeste begrüßt. Unser Zimmer ist bereit und genau so gemütlich, wie wir es in Erinnerung haben.



      Als erstes quatschen wir natürlich mit Celeste und sie zeigt uns alle Veränderungen im Haus. Seit unserem letzten Aufenthalt wurden einige Zimmer neu gestaltet.

      Für das Dinner empfiehlt Celeste uns einige Optionen. Relativ neu ist das Juniper Ridge Rstaurant in Fedonia. Es ist zwar nur knapp 5 Autominuten von Kanab entfernt, liegt aber schon in Arizona. Dort wird ein echt leckerer Bison Burger serviert und den haben wir uns nach dem heutigen Hike auf den Yellow Rock mehr als verdient.

      Abends entspannen wir in unserer Suite und freuen uns auf die kommenden 4 Tage in Kanab.

      Link zur Hotelbewertung Burro Flats High Desert Lodge

      Heutige Route bei Google Maps
    • Soooo, hier geht's auch mal weiter. Sorry, ich war in den letzten Tagen mit dem Renovieren beschäftigt. Bin aus dem gemeinsamen Arbeitszimmer mit Markus ausgezogen und hab nun mein eigenes kreatives Refugium. 8-) :D :computer:
    • 08.05.18 - Relaxen und Hausarbeit in Kanab

      Es ist kurz nach 6 Uhr morgens und die Sonne zeigt sich noch nicht so wirklich, obwohl ein violett-orangener Streifen am Horizont sie schon ankündigt. Donny und Chocolate Bear, die beiden namensgebenden Burros der Lodge, sind in ihrem Feld auf der Suche nach einem Snack. Dieser Anblick ist so unglaublich friedlich, auch wenn ich mir hier bei geöffneter Terrassentür so ziemlich alles abfriere. Schnell noch ein bißchen unter die Decke kuscheln.



      Eigentlich wollten wir heute auf einen langen Day Hike im Paria River Canyon gehen. Diese Pläne werfen wir allerdings über den Haufen. Stattdessen entschließen wir uns dazu, der Lotterie für die Coyote Buttes North (inkl. The Wave) im Visitor Center einen Besuch abzustatten.



      Nach dem Frühstück fahren wir das kurze Stück zum Parkplatz, der schon ziemlich gut gefüllt ist. Wir ergattern noch einen Platz in dem bestuhlten Raum, in dem die Lotterie durchgeführt wird und füllen brav unser Formular aus. Punkt 9 Uhr beginnt die Lotterie. Das ist ein bißchen wie beim Bingo-Abend. Glück haben wir leider nicht, aber das stört uns auch nicht wirklich. Schließlich gibt es rund um Kanab so wahnsinnig viele schöne Ecken, da kommt es uns jetzt auf diesen einen Hike auch nicht so an. Die Coyote Buttes South und White Pocket haben wir bereits 2013 besucht.

      Was fangen wir nun mit dem Tag an? Als erstes gehen wir einkaufen bei Honeys Marketplace. Heute Abend wollen wir selber kochen und wir kaufen uns leckere Zutaten für Burritos. Im Supermarkt entdecken wir ein paar interessante Artikel und natürlich kommen wir nicht aus dem Laden raus, ohne uns auch ein paar Süßigkeiten zu gönnen.





      Nächster Shopping-Stopp (wer hätte das gedacht…Shopping in Kanab) ist Willow Canyon Outdoor, ein lokales Outdoor-Geschäft, in dem Markus sich ein paar Keen Sandalen aussucht.

      Zurück in der Lodge schmeißen wir einen Kessel Buntes in der Waschküche an und setzen uns mit gekühlten Drinks auf die Terrasse. Hier werden wir von Kolibris umschwirrt, die sich an den beiden Wasserstellen bedienen, die unsere Gastgeber hier aufgehängt haben.

    • Bernd schrieb:

      ...habt ihr das V.I.P.00 ausprobiert
      :kichern: Nicht direkt dieses Produkt, aber auf der Toilette unseres Zimmers war ein ähnliches Zeug. Das hat echt gut funktioniert :super:
    • 08.05.18 - Doch noch ein Hike am Abend

      Irgendwie schaffen wir es wohl doch nicht, einen ganzen Tag quasi nichts zu tun. Also packen wir am späten Nachmittag doch noch mal schnell einen Rucksack und fahren in den Zion National Park. Von Kanab aus ist das ja quasi ein Katzensprung und genau deshalb lieben wir diesen Ort als Basis.

      Gegen 16 Uhr parken wir das Auto am Zion-Mount Carmel Highway und klettern auf einem sandigen Pfad in den Wash neben der Straße. Vorsichtshalber setzen wir einen Wegpunkt mit unserem GPS Empfänger.



      Der Clear Creek verläuft im Ostteil des Zion südlich des Highway 9 und bietet diverse Möglichkeiten zum Ein- und Ausstieg. Hier unten hören wir gelegentlich ein Auto, ansonsten sind wir allein. Der Wash ist teilweise sandig und teilweise sehr steinig und hat einige slotähnliche Abschnitte. Um uns herum fangen langsam die roten Wände an zu leuchten. Die typische Zion-Szenerie, die wir so lieben. Kein Südwest-Trip ohne Zion!





      Nachdem wir etwa eine Stunde Richtung Westen unterwegs waren, kehren wir um. Die Sonne sinkt langsam. Nach etwa 1 ½ weiteren Stunden wundern wir uns über die Landschaft und haben das Gefühl, den Ausstieg zu unserem Auto verpasst zu haben. Ein Blick aufs GPS bestätigt den Verdacht. So ein Mist, wir sind eigentlich schon ziemlich hungrig und wollten doch heute Abend kochen!

      Wir drehen also wieder um. Belohnt werden wir für die zusätzlichen Meter mit einer Herde Bighorn Sheep hoch in der Canyonwand und einigen weiteren Engstellen im Clear Creek.





      Zurück am Auto sind wir dann erst nach mehr als drei Stunden. Wir beschließen, heute nicht mehr zu kochen und kehren stattdessen auf dem Rückweg nach Kanab im Thunderbird Restaurant in Mount Carmel Junction ein. Das Restaurant können wir absolut empfehlen. Unbedingt auch Platz für einen Nachtisch lassen!



      Zurück in Kanab treffen wir noch weitere Bewohner der Lodge und lassen den Abend bei netten Gesprächen ausklingen.
    • 09.05.18 - Buckskin Gulch Teil 1

      Wir haben wieder mal richtig gut geschlafen hier in Kanab. Nach dem self-made Frühstück in der riesigen Küche unserer Unterkunft packen wir die Rucksäcke. Ich nehme meine Neopren Socken mein paar uralte Adidas Laufschuhe und einen Wanderstock mit. Markus packt seine neuen Keen Sandalen ein. Ich lasse heute die Spiegelreflexkamera in der Unterkunft, denn wir wollen in der Buckskin Gulch hiken und ich hab absolut kein Bedürfnis, mein Stativ mitzuschleppen. Aber natürlich ist die GoPro am Start.

      Im Visitor Venter hatten wir erfahren, daß uns in der Buckskin Gulch recht tiefe Schlammpools erwarten werden („thigh high mud pools“)…wir sind gespannt.

      Von Kanab aus fahren wir die 89 Richtung Page und biegen auf die ungeteerte House Rock Valley Road ab. Die Straße ist heute in einem sehr guten Zustand, so daß man auch ohne High Clearance und nur mit 2WD zum Wire Pass Trailhead fahren kann. Wir haben als kniffelige Stelle noch von 2013 die Buckskin Wash in Erinnerung, aber auch hier kann man heute problemlos durchfahren.

      Gegen halb zehn kommen wir am Trailhead an und der Parkplatz ist schon ganz gut gefüllt. Wir holen uns am Trailhead Register das Permit für die Buckskin Gulch und zahlen brav $ 6 pro Person.



      Kurz nach 10 Uhr brechen wir auf und gehen Richtung Wire Pass Slot Canyon im zunächst noch sehr breiten Wash. Hier zweigt auch der Trail zu den Coyote Buttes North mit der Wave ab.





      Schon nach etwa 20 Minuten Gehzeit wird der Wash schmaler und die Wände rücken enger zusammen. Kurz darauf sind wir in einem echt schönen Slot Canyon, für den allein sich der Hike schon gelohnt hat.



      Im Wire Pass Slot Canyon befindet sich eine etwa 2-3 m hohe Kletterstelle, an der man auf dem Hinweg über einen Felsen und diverse Äste runterklettern muss. Und auf dem Rückweg muss man hier natürlich wieder hoch. Alternativ kann diese Stelle außen umgangen werden, hier weisen Steinmännchen den Weg. Fotos von der Stelle haben wir erst auf dem Rückweg gemacht.

      Ich bin etwas skeptisch und warte zunächst oben an der Kletterstelle, um mir das Ganze genauer anzuschauen. In dem Moment werden wir von zwei Typen überholt, die hier barfuß (!) wandern. Ich schaue mir an, wie sie hier runterklettern und mache es dann einfach nach. Passt!

      Kurz danach öffnet sich der Wire Pass Slot und wir sehen rechts einen sehr schönen Alkoven. Somit haben wir den Zusammenfluß von Wire Pass Slot und Buckskin Gulch erreicht. Man kann ab hier entweder links oder rechts in der Buckskin Gulch weiterlaufen oder wieder zurück in den Wire Pass Slot gehen.



      Wir treffen die beiden Typen wieder, die barfuß unterwegs sind und kommen ins Gespräch. Einer von ihnen heißt Orion und ist Guide bei der in Kanab ansässigen Firma Dreamland Safari Tours. Heute hat er frei und mit seinem Cousin unterwegs. So ein Zufall, denn morgen haben wir mit Dreamland eine Tour gebucht. Und wer wird wohl unser Guide sein? Na klar, Orion! Sehr cool!
    • Bernd schrieb:

      Oje, schreibst du jetzt auch in mehreren Teilen
      Mach ich schon ne Weile, ist Dir vermutlich bisher nicht aufgefallen. Ich bekomme sonst nicht alle Bilder für einen Tag unter. :kichern: