From East to West

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    • Part 3 - Badwater und Natural Bridge Trail

      Wir fahren weiter Richtung Furnace Creek. Kurz vorher biegt die Badwater Road links ab, wir entscheiden uns aber, kurz zu tanken. Über die Preise haben wir uns irgendwie gar keine Gedanken gemacht, ich kann es auch bis heute nicht richtig einschätzen, ob das nun teuer war oder nicht (irgendwas um die $3 pro Gallone). Maesl holt sich noch eine Coke (er ist süchtig danach :crazy: ) und dann machen wir uns auf in Richtung Badwater.

      Die Strecke beeindruckt mich irgendwie. Diese öde Landschaft, links und rechts nur Sand und Steine und dann die Berge links und rechts, ich komme aus dem Staunen nicht raus und auch wenn ich fahre, die Augen sind links und rechts unterwegs.

      Plötzlich schrecke ich auf. Direkt hinter uns leuchten Blaulichter auf. Der erste Blick geht zum Tacho: 65 - hier sind 45. Das Herz rutscht in die Hose. Ich werde langsamer und fahre an den Rand. Der Wagen holt die letzten Meter auf… und fährt an uns vorbei! Es handelt sich um ein Fahrzeug der Death Valley Ranger, die wohl zu einem Notfall fahren. Glück gehabt.

      Die nächsten Kilometer schleiche ich nun weiter. Tatsächlich kommt auch wenige Minuten später ein Krankenwagen von hinten heran und fährt an uns vorbei. Ansonsten ist wenig los, wir gleiten so dahin. Irgendwann taucht nach einer kleinen Senke der Parkplatz von Badwater auf. Wir stellen das Auto ab, trinken noch etwas und starten den kleinen Ausflug auf die Salzpfanne. Jeder nimmt zusätzlich auch noch zwei Wasserflaschen mit.

      Wir laufen ein ganzes Stück vom Parkplatz weg. Je weiter wir uns entfernen, umso weniger Leute sind hier unterwegs. Gleichzeitig wird uns die Hitze bewusst - die Sonne scheint gnadenlos und die Flaschen leeren sich schneller als man schauen kann. Nach vielleicht einem Kilometer entscheiden wir uns, umzudrehen. Wir sind relativ froh, dieses wieder zu erreichen und uns die Klimaanlagen-Luft um die Nase wehen lassen zu können.



      Wir fahren nun wieder in Richtung Furnace Creek, biegen aber bald rechts auf eine Dirt Road, die Natural Bridge Rd ab. Es geht für vielleicht 1 Kilometer leicht bergauf in Richtung der Berge. Das Stück ist einigermaßen gut fahrbar, wenn man nicht allzu flott fährt.

      Wir stellen das Auto auf dem kleinen Parkplatz ab, es steht noch ein weiteres Auto hier, und beginnen den kleinen Trail. Es geht beständig bergauf und bereits nach 2-3 Minuten merkt Emma, dass es ihr zu warm ist und sie nicht weiter kann. Sie geht daher zurück zum Auto und wartet dort auf uns. Marsl und ich gehen weiter, aber mittlerweile hat auch Marsl zu kämpfen, der Anstieg ist bei der Hitze wirklich kein Zuckerschlecken. Wir treffen ein Pärchen, welches uns entgegen kommt und fragen, wie weit es noch ist. Es sei nur noch um eine Ecke, daher gehen wir weiter.

      Tatsächlich taucht die Natural Bridge dann schnell auf. Wir bleiben im Schatten und machen ein paar Fotos, Marsl pumpt jetzt aber ordentlich und daher beeilen wir uns, zurück zum Auto zu kommen.



      Dort angekommen, wird der Zustand von Marsl erstmal trotz Klimaanlage schlechter. Wir fahren zunächst zur Badwater Rd zurück und dann wieder in Richtung Furnace Creek. Eigentlich wollte ich den Artist Drive fahren, aufgrund des immer noch nicht besseren Eindrucks Marsls entscheiden wir uns aber dagegen und beschließen, zurück zum Hotel zu fahren. Es ist hier doch insgesamt wirklich echt warm und jeder Schritt außerhalb des Autos fällt schwer. Und da sich weder Emma noch Marsl gut fühlen, ist es die richtige Entscheidung.

      Wir lassen den Abend daher ruhig im Hotel ausklingen, morgen geht es nach Sin City :)
    • 28.08. Amargosa Valley - Red Rock Canyon

      So, weiter geht es hier. Ich gebe zu, die „Entdeckung“ der MyVegas App hat sich sehr negativ auf unsere „Freizeit“ ausgewirkt ;) Und dann noch Job und Wetter *bäh* ?(

      Wir starten den Tag wieder mit Frühstück im hauseigenen Restaurant, welches ähnlich vernünftig wie gestern war. Marsl bleibt wie fast immer auf dem Zimmer und chattet lieber mit den Daheimgebliebenen.

      Nach dem Frühstück machen wir uns kurz frisch, packen die Sachen zusammen und checken aus, was problemlos funktioniert. Das Hotel selbst ist so eine Art Bogen ohne Sehne - also eher langgestreckt mit einer leicht gebogenen Bauweise. In der Mitte liegt der Haupteingang, an den jeweiligen Enden gibt es aber separate Eingänge, was praktisch für uns ist, unser Zimmer ist nämlich das drittletzte. Schnell rein, schnell raus und das Auto quasi vor der Tür - nett :)

      Schon von daheim aus hatte ich festgestellt, dass die Strecke nach Vegas nicht zu weit ist und irgendwie fand ich diesen Tag dann zu „leer“ - nur nach Vegas fahren war irgendwie zu wenig. Nach ein bisschen Forschen und Lesen stand schnell fest, dass wir daher nicht wieder zum HW95 zurück fahren und somit nicht direkt nach Las Vegas, sondern eher südlich fahren und dem Red Rock Canyon einen Besuch abstatten.

      Wir fahren also wieder über die Grenze von Nevada nach Kalifornien in Richtung Death Valley Junction, biegen hier nun aber links ab und verlassen nach vielleicht 15 Minuten Kalifornien bereits wieder :) Unser erstes Zwischenziel ist Pahrump. Irgendwie hab ich im Netz darüber eher negativ gelesen, daher fahren wir hier einfach nur durch - Casinos werden wir in LV größere sehen und die hier legalen Bordelle interessieren uns nicht so sehr :crazy: . Etwas Interessantes passiert jedoch doch: Auf einem vielleicht 800m langen Stück wird die Landstraße hier einspurig. Anstatt den Verkehr mit Ampeln zu regeln, steht hier ein Mensch mit Flagge und hält den Verkehr an. Nachdem der Gegenverkehr durch ist, tritt er zur Seite und ein Führungsfahrzeug führt die Kolonne durch die Baustelle, natürlich mit angepasster Geschwindigkeit.

      Das einzig weitere Interessante an Pahrump waren für uns die unzähligen, riesigen Werbetafeln die links und rechts vom Highway standen und auch nach Ortende nicht aufhören.

      Wir fahren also weiter auf dem HW160 und biegen kurz vor dem Ortseingang von Vegas auf die Red Rock Canyon Road ein. Ein paar Kilometer geht es nun eher flach durch die Gegend, man passiert eine schmale Stelle zwischen zwei Bergflanken und dann tauchen in der Ferne die Spring Mountains auf. Die Berge sind wundervoll farbig und heben sich genial vom grünen Grund und dem blauen Himmel ab.



      Die Strecke führt nun am Fuße der Mountains entlang, bis links erst der Ausgang und wenig später der Eingang zum Scenic Loop auftaucht. Wir biegen ab, zeigen kurz den Nationalpark-Pass vor und dürfen passieren. Zudem bekommen wir eine Map und ein paar weitere Ratschläge. Und auch gleich die schlechte Nachricht: Wir wollten eigentlich den Trail zu den Calico Tanks laufen, leider wird der zugehörige Parkplatz aber gerade umgebaut und alle Trails sind geschlossen :( Schade, man sollte von da eigentlich einen super Blick auf Vegas haben. Naja, beim nächsten Mal dann.

      Wir halten daher nur kurz am Calico 1 Parkplatz und fotografieren diese super schönen, farbigen Felsen.


      Danach fahren wir den Loop weiter bis zum Parkplatz beim Red Rock Canyon Overlook. Hier ist es richtig voll und wirklich viele Bilder gelingen so nicht, weil ständig jemand ins Bild läuft. Das Panorama ist aber irgendwie doch ganz gut gelungen.




      Danach halten wir nicht mehr an sondern folgen dem Loop bis zum Ausgang und biegen dann links ab.



      Wir fahren am Eingang zum Loop vorbei und kommen so langsam in Richtung Ortseingang von Las Vegas.
    • 28.08. Las Vegas

      Wir verlassen den Red Rock Canyon Nationalpark und fahren über den HW 159 nach Las Vegas. Das geht wirklich sehr schnell, es sind erst ein paar Minuten vergangen und wir sehen die ersten Häuser der Großstadt. Die 159 ist für uns zudem praktisch, da sie nahezu schnurgerade auf unser Ziel zuführt, das SLS Las Vegas, dem ehemaligen Sahara Hotel.

      Das Hotel befindet sich am nördlichen Ende des Strips und hat mehrere Pools und klar, ein eigenes Casino. Was jedoch für meine Frau ausschlaggebend war: Die Zimmer sahen zumindest im Netz nicht so 08/15 aus und wenn man schon mal in Vegas ist, dann soll es doch bitte etwas Außergewöhnliches sein. Außerdem ist das Hotel relativ frisch renoviert und gefiel uns durch den sehr modernen Touch sehr gut. Letztlich haben wir das Zimmer über einen größeren deutschen Reiseveranstalter gebucht, bei dem ich ein paar Prozent Rabatt bekomme. Vorteil war zudem, dass es das ganze Jahr Festpreise gibt und die Resort-Fee schon inkludiert war, wie haben daher rund 80 EUR gegenüber z.B. Booking gespart.

      Wir fahren also erstmal die 159 und es ist irgendwie spannend. Eigentlich kennt man nur den Strip aus dem Fernsehen oder von Bildern und nun auch mal die „normale“, restliche Stadt zumindest in einem kleinen Ausschnitt zu sehen ist ein gutes Erlebnis. Richtung Strip biegen wir mehrfach rechts und links ab um zum Hotel zu kommen und landen schließlich auch wie gewünscht direkt am Strip gegenüber vom Hotel.

      Leider ist es noch viel zu früh um einzuchecken, der fehlende Hike im Red Rock Canyon macht sich jetzt bemerkbar. Wir beschließen daher, erstmal den Strip abzufahren und ihn bei Tag auf uns wirken zu lassen.

      Wir tuckern also dahin und kommen aus dem Staunen quasi nicht mehr raus. Überall diese riesigen Hotels und Werbung, schon krass, wobei die Ecke direkt am SLS nicht so einladend aussieht

      Wir fahren den Strip bis zum Luxor und verpassen natürlich erstmal die Einfahrt zum Las Vegas Sign. Also weiter geradeaus, 2 mal U-Turn und wieder links einordnen. Wir finden ein freies Plätzchen fürs Auto und stellen uns dann in die Schlange vorm Sign. Irgendwie ist das aber Schwachsinn, hier stehen die Leute nur, um sich selbst vor dem Schild fotografieren zu lassen. Das brauchen wir nicht und verlassen die Schlange daher wieder. Von rechts daneben kann man trotzdem ein gutes Bild vom Schild machen.



      Mittlerweile ist es doch fast 15 Uhr und wir beschließen, nun zum Hotel zu fahren und unser Glück mit dem Check-In zu versuchen. Wir parken im anliegenden Parkhaus und laufen die wenigen Meter bis zur Rezeption. Das ist wirklich entspannt, das Parkhaus ist kostenfrei und ziemlich leer.

      Der Check-In funktioniert problemlos, wir bekommen ein Zimmer im „World Tower“, an das Stockwerk kann ich mich nicht mehr erinnern, ich glaube 16 oder 17. Der Blick ist jedenfalls ganz nett, auch wenn ich ein wenig enttäuscht bin nicht Richtung südlichem Strip zu schauen :)



      Wir ruhen uns ein bisschen aus, es war doch wieder recht warm heute. Gegen 17.00 raffen wir uns dann aber doch auf, wir wollen ja auch noch was sehen und Hunger haben wir sowieso.

      Zuerst erkunden wir das Hotel ein wenig. Wir schauen uns die Pool-Landschaft an und schlendern ein bisschen an den Automaten vorbei. Eigentlich zieht es uns aber raus auf den Strip, wir bleiben also nicht lang in der Klimaanlagen-Luft. Im SLS scheinen sie auch noch irgendeinen Duftstoff beizufügen. War nicht unangenehm, aber irgendwie schon seltsam.

      Die Außentemperaturen sind mittlerweile einigermaßen ertragbar, aber immer noch im hohen 30er Bereich. Ich begehe den Fehler, Flip Flops anzuziehen, in der Vermutung wir gehen heute nicht mehr zu weit.

      Letztlich laufen wir aber tatsächlich erst auf der rechten Seite (also Circus Circus, TI, Mirage, usw.) bis zum Luxor und dann auf der anderen Seite den ganzen Weg wieder hoch. Das funktioniert mit Flip Flops leider nur bedingt gut, ich hab dann auch tatsächlich eine schöne Blase am linken Ballen :(



      Insgesamt brauchen wir mehrere Stunden, ohne dass wir uns dabei extrem beeilen. Wir lassen die Lichter einfach auf uns wirken, essen dann kurz einen In-N-Out Burger in der Linq Promenade, schauen uns dann die Show am Mirage an und dann auch die Show am Bellagio. Es wird langsam dunkel und der Strip beginnt so richtig lebendig zu werden.



      So genau weiß ich nicht mehr wann wir wieder im SLS waren, wir lassen den Abend aber bei einer Runde Roulette und einigen Gin Tonic ausklingen :) Das Bild hier ist jedenfalls kurz nach 0.00 Uhr entstanden.



      *Leider ist die Qualität der Bilder nicht optimal, wir haben Nachts einfach nicht die richtige Einstellung gefunden. Wir geloben Besserung
    • 29.05. Las Vegas

      Der heutige Tag ist komplett für Vegas verplant. Erstmal wachen wir aber so auf ;)



      Da wir gestern doch ordentlich Meter gemacht haben - die einfache Strecke SLS - Luxor ist 6 km plus die zahlreichen „Umwege“ wegen Straßenquerungen, Linq, usw. - haben wir erstmal etwas länger geschlafen. Nachdem wir die obligatorischen Nachrichten mit Deutschland ausgetauscht haben, muss etwas essbares zum Frühstück her. Heute ( :crazy: ) entscheidet Emma. Die Wahl fällt auf Vickie’s Diner, wenige Minute nördlich auf dem Strip. Marsl bleibt wie immer auf dem Zimmer und wir ziehen zu zweit los.

      Der Diner ist richtig urig, irgendwann wurde hier auch mal eine Filmszene gedreht, die Bilder hängen an der Wand. Ich treffe eine folgenschwere Entscheidung und wähle aus der Sandwich-Karte „Open Face Roast Beef and Gravy, Mash Potatoes & Veggie“. Der Schlaf scheint mein Gehirn noch etwas zu umnachten, spätestens bei Mast Potatoes hätte es ja klingeln müssen, ich war wohl bei Hash Browns. Jedenfalls gab es das hier - ein üppiges Früh-Mittag-Irgendwas-Essen. Genau richtig um den Tag zu be-enden :wantit:



      Damit ich danach überhaupt wieder klar denken kann, hole ich anschließend nebenan bei Burger King einen Slushy mit Fanta. Erst Death by Soße, jetzt Zuckerkrankheit.



      Mit letzter Kraft schleppe ich mich erstmal aufs Zimmer, Emma kommt aus dem Lachen nicht raus ;)

      Danach nehmen wir die Mono Rail, die direkt hinterm SLS ihren Endpunkt hat, und fahren Richtung MGM Grand. Die Kamera lassen wir heute im Hotel und ich hab ehrlicherweise auch fast keine weiteren Bilder geschossen.

      Wir laufen ein bisschen im MGM Grand herum, gehen danach zum Bellagio und Caesars, um auch hier einfach ein bisschen rum zu schlendern.

      Danach entscheiden wir uns für einen kurzen Stop bei Shake Shack, Essen geht dann doch wieder :D

      Danach geht es wieder den Strip nordwärts, wir streifen durch ein paar verschiedene Hotels und Casinos und lassen die Atmosphäre wirken. Besonders witzig ist irgendwie das Venetian, dieser künstliche Himmel und die kleinen Gassen sind schon originell. Und sogar singende Gondoliere gibt es :)



      Insgesamt ist der heutige Tag aber sehr entspannt. Wir laufen irgendwann zum SLS Hotel zurück, setzen uns an den Pool und entspannen. Später spielen wir noch ein wenig Roulette und gehen bald ins Bett.

      War nett mal in Vegas gewesen zu sein und klar ist die Stadt laut, bunt und verrückt. Die einhellige Meinung von uns Dreien war aber, dass 2 Nächte erstmal völlig ausreichend sind und mehr zu viel gewesen wäre. Ab morgen gibt es wieder mehrere Tage nur Natur, das macht uns mehr Spaß.
    • Silke schrieb:

      Bin jetzt auch mal wieder gefolgt. Sooo schön!
      Danke. Die Vorfreude auf Mai ist mittlerweile auch gefühlt schon bis zur Unendlichkeit angestiegen :)


      lunchen schrieb:

      Waaaaaaaaaaas zur Hölle??? Ihr seid bis zum Luxor und zurück IN FLIP FLOPS??? Da tun meine Füße ja schon vom lesen weh!
      Ich bin da in Fip Flops rum gelaufen. Die mit Abstand BESTE Idee, die ich jemals hatte. :crazy: ?( Naja, ich dachte, wir gehen nicht so weit und dann waren wir plötzlich am Luxor. :dontknow: Es gab eine kleine Blase an der Außenseite des linken Fusses, ging schon, war nicht extrem schlimm. Nochmal passiert mir sowas aber garantiert nicht.
    • 30.08. Valley of Fire

      Auch wenn wir heute einen recht langen Fahrtag haben, starten wir spät in den Tag. Zunächst geht es ans Koffer packen und auschecken, was alles aber recht schnell geht. Danach bringen wir die Sachen den kurzen Weg zum Auto. Zum späten Frühstück (wir haben es bereits kurz vor 12.00 Uhr) geht es heute in die Nachbarschaft von Vickie’s Diner, zu Viva Las Arepas, einen Restaurant für Spezialitäten aus Venezuela. Ich hatte die guten Bewertungen bei Google gesehen und die Auswahl an Speisen sah ebenfalls gut aus. Nur mit meinem Namen hatten sie wohl ein paar Verständnisprobleme - wobei: Das ist ja einfach mein Name auf Spanisch ;)



      Das Essen ist super, sehr fleischlastig mit einer rauchigen Soße, genau mein Geschmack. Nachdem wir diesen kurzen Aufenthalt auch abgehakt haben, geht es auf direkten Weg auf den Highway. Der erste Stop heute ist das Valley of Fire. Wir befürchten aber, dass die geplanten Hikes bei deutlich über 40 Grad nicht machbar sein werden, was sich letztlich auch bewahrheitet.

      Zunächst verlassen wir Las Vegas aber auf der I15, vorbei am Las Vegas Motor Speedway. Das Stück bis Crystal, wo wir den Interstate auf den Valley of Fire HW verlassen, vergeht ereignislos und auch das erste Stück auf dem Highway ist eher trist. Zumindest kommen uns keine Autos entgegen und wir sind eigentlich mit Verlassen des Interstate allein.

      Nach wenigen Kilometer ändern sich die Landschaft aber schon wieder. Kleinere Hügel kommen ins Blickfeld, teils komplett rot gefärbt. Auch die Straße wird anspruchsvoller und abwechslungsreicher. Wir erreichen den Abzweig zur Mouse’s Tank Rd und biegen links ab. Am Visitor Center zeigen wir kurz unseren Annual Pass und fahren dann die Road weiter. Am Parkplatz für den Mouse’s Tank ist es komplett voll. Wir fahren daher weiter und finden einen Platz am Rainbow Vista Trailhead.



      Hier mal ein paar Eindrücke der ersten Meter. Der Trail geht gleich zu Beginn ein paar Meter nach oben und man bewegt sich komplett auf Sand. Bei über 40 Grad ist uns das schon zu Beginn viel zu anstrengend und wir sind alle 3 eigentlich nicht unfit. Also Rückmarsch zum Auto und erstmal abkühlen.

      Wir fahren die Road weiter und biegen auf die Fire Canyon Rd ab. Der kleine Abstecher ist nett, der Canyon vom Parkplatz aus schön anzuschauen, aber auch nicht sonderlich spektakulär. Es geht daher zurück zur Mouse’s Tank Road und nun folgt das für uns schönste Stück. Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus, die Felsen strahlen zwischen weiß, rosa, rot und grau und bei dem klaren Wetter wirkt das einfach magisch. Leider endet die Fahrt vorzeitig, ab dem Parkplatz der Fire Wave ist die Straße wegen Instandsetzungsarbeiten gesperrt und wir müssen drehen. Den Trail nehmen wir leider nicht, es ist einfach zu warm. Und man muss ja auch für die kommenden Reise noch Reserven haben :)



      Wir verlassen das Valley of Fire daher leider wieder recht schnell und fahren weiter in Richtung Lake Mead. Eins steht aber fest, wir kommen wieder hier her, schon allein weil wir sehr wenige Bilder gemacht haben.
    • 30.08. Zion - Canyon Overlook

      Wir fahren jedoch nicht bis zum Lake Mead. Direkt dort, wo der Valley of Fire Highway auf den Hw 169 trifft, findet sich eine Fee Entrance Station. So richtig wussten wir damit nichts anzufangen und biegen daher links ab und folgen unserer ursprünglichen Route. Wir fahren durch das grüne Moapa Valley und biegen letztlich wieder auf den I15 ein, dem wir in Richtung Norden folgen. Wir überqueren erst die Grenze zu Arizona und kurz darauf die Grenze zu Utah, wo wir eine Stunde „verlieren“. Erst ab dem Stück in Arizona wird es auch an der Strecke wieder abwechslungsreicher, der Highway schlängelt sich hier durch die Berge entlang des Virgin Rivers.

      Kurz hinter St. George verlassen wir den I15 wieder und biegen auf die 9 ab. Wir fahren durch Hurricane und La Verkin und biegen dann in Richtung unseres heutigen Ziels ab, dem Zion Nationalpark. Irgendwo hier sehen wir auch aus den Augenwinkeln ein Schild mit der Aufschrift: Deutsche Bäckerei, 59 Miles ahead. Da wir es zu spät sehen, schaffen wir es nicht, zu lesen, wo diese Bäckerei denn steht und vergessen dieses Erlebnis daher eigentlich fast wieder.

      Wir folgen der 9 weiter bis nach Springdale, zeigen am Eingang zum Park unseren Pass und fahren danach weiter. Theoretisch müsste man das Auto nun abstellen, dem im Park selbst verkehren in der Hauptsaison nur Busse, wir haben aber zunächst ein anderes Ziel. Dafür lassen wir den Abzweig zum Park links liegen und folgen der 9, die sich nun über einige Serpentinen am Talrand nach oben schraubt. Danach heißt es erstmal kurz warten, wir stehen vor dem Zion Mount Carmel Tunnel. Zeit, ein kurzes Foto vom East Temple zu machen.



      Nach kurzer Wartezeit geht es weiter durch den Tunnel und direkt nach Ende des Tunnels auf den rechts gelegenen Parkplatz. Wir stellen das Auto ab, überqueren die Straße und begeben uns auf den kurzen Canyon Overlook Trail. Der Trail ist eigentlich nur am Anfang recht steil, hier geht es auch über ein paar Treppenstufen nach oben. Ansonsten geht es danach eher eben dahin, insgesamt also eine nette Abwechslung zum fahren. Zwischendurch wandert man auch durch eine kleine Höhle, die zur Talseite hin offen ist. Wirklich sehr schön.



      Wir erreichen den Overlook und sind nahezu allein. Der Blick ist genial. Wie man auf den Bilder aber schon sieht, zieht es sich langsam ein bisschen zu.



      Wir bleiben daher nicht sehr lang, weil wir nicht vom Regen überrascht werden wollen, dafür ist der Trail doch zu steil an manchen Stellen und die Felsen dann sicher rutschig. Also geht es zurück zum Auto.

      Wir folgen dem Highway weiter in Richtung Mount Carmel. Die Berge ringsum sehen sehr interessant aus, überall sind waagerechte und senkrechte Risse im Felsen. Besonders gut sieht man die Spuren am Checkerboard Mesa, wo wir einen kurzen Stopp einlegen.



      Kurz darauf verlassen wir für heute den Park und fahren weiter in Richtung Mount Carmel. Hier biegen wir links ab, im nächsten Ort liegt unser Ziel, über AirBnB haben wir eine private Unterkunft im Parkway Motel gebucht. Die Unterkunft liegt in unseren Augen günstig sowohl zum Zion als auch nach Bryce und wir müssen nicht immer wieder aus- und einchecken und zusammenpacken, sondern haben eine zentrale Unterkunft. Trotz allem war es auch die „interessanteste“ Unterkunft der ganzen Reise, ordentlich und größtenteils sauber zwar, aber auch irgendwie dunkel und speziell, in unserem Schlafzimmer stand ein Birkenbaum, das Bett war nur über einen Baumstamm als Tritt erreichbar und eines der Fenster war nicht abschließbar. Für uns war es okay, zumal die Vermieter super nett waren und wir uns gut unterhalten haben. Der Preis ist trotzdem hoch, da kann es insgesamt schon noch einen Tick „besser“ sein.

      Gegenüber gibt es direkt einen Lebensmittelhändler, bei dem es typisch für Utah keinen Alkohol gibt, dafür aber diese spannende Sorte Chips. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, wir sind uns auch nicht so richtig einig geworden.



      Den Abend lassen wir ebenfalls gegenüber in der neu eröffneten Pizzeria ausklingen. Das Restaurant hat er 3 Wochen vor unserer Ankunft eröffnet und hat eine Weltkarte an der Wand hängen, in die man kleine Nadeln hängen kann. Wahnsinn, wie viele Leute in diesen 3 Wochen schon hier waren und wo sie alle her kamen. Da steckten bestimmt schon 100 Nadeln aus allen möglichen Ländern. Scheint eine Goldgrube zu sein :)

      Fun Fact: Die Bäckerei Forscher, deren Schild wir im Vorbeifahren gesehen hatten, findet sich auch hier. Ihr statten wir später noch einen Besuch ab. Für uns aber witzig, da wir das Schild ja nicht richtig lesen konnten und dann zufällig genau in dem Ort übernachten, wo sie steht.
    • Klangware schrieb:

      Trotz allem war es auch die „interessanteste“ Unterkunft der ganzen Reise, ordentlich und größtenteils sauber zwar, aber auch irgendwie dunkel und speziell, in unserem Schlafzimmer stand ein Birkenbaum, das Bett war nur über einen Baumstamm als Tritt erreichbar und eines der Fenster war nicht abschließbar. Für uns war es okay, zumal die Vermieter super nett waren und wir uns gut unterhalten haben. Der Preis ist trotzdem hoch, da kann es insgesamt schon noch einen Tick „besser“ sein.
      Was war denn das bitte für eine Unterkunft? :-)
      amazing-usa.de (die neue Webseite)
      mymotherroad.de (Die Route 66)
      motivefactory.com (Bilder von Überall)
      super-hd.de (Das Videoportal)
    • lunchen schrieb:

      Boah nee... Das mit dem Baum klang ja erstmal ganz cool, aber das gefällt mir gar nicht
      Ich würde es auch nur bedingt empfehlen, aber halbwegs bezahlbar findet man in der Ecke echt wenig, wenn man nicht umziehen möchte.


      Demo schrieb:

      Auf jeden Fall mal was anderes
      Ja, war es. Letztlich waren wir aber sowohl den ganzen Tag im Zion als auch den kompletten Folgetag im Bryce unterwegs und abends dann nochmal in Springdale essen. Von daher haben wir den Aufenthalt so kurz wie nötig gestaltet :D
    • Wenn man sparen will, dann einfach die Unterkunft in Richtung Hurricane oder auch St George legen und dafür etwas früher aufstehen. Zumal St George auch wirklich schön ist (und die Verpflegung dort auch günstiger)

      Das Airbnb hätte ich jetzt auch nicht so berauschend gefunden :-)
    • Klangware schrieb:

      War wie gesagt die einzige etwas "andere" Unterkunft. ;) Der Rest war durchweg vernünftig. Und wir waren diesbzgl. eben auch unerfahren. So einen starken Austausch wie für die kommende Reise hatte ich damals nicht - wir haben alles selbst erarbeitet und dann passiert sowas eben mal. Wir haben es aber unbeschadet überlebt :D
      So war es bei uns auch, wir hatten in Lone Pine mit der Unterkunft etwas Pech... Aber irgendwie finde ich gehört so etwas wie Du sagt bei eigener Planung auch dazu, da hat man danach auch was zu erzählen.