Twenty-two years ago...

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    • Ilona schrieb:

      Bernd schrieb:

      Dafür gab es eine Menükarte... außerdem lag für jeden Passagier Decke und Kissen bereit.
      Tja, damals hatte die Holzklasse den Service, den man jetzt nur noch in der Premium Eco bekommt.
      Da war fliegen noch was Besonderes. Mein erster Flug war ein Direktflug mit der Condor von FRA nach DEN mit einer DC10 und viel Platz. Die Route wurde aber bald wieder eingestellt.
      Ja so ein erster Flug ist auch noch was Besonderes und wir durften noch zwei Gepäckstücke aufgeben! Nicht nur der Flug war aufregend, auch das ganze Drumherum... sogar die Kontrollen und das Umsteigen in London toll... und natürlich der gigantische Jumbojet, mit den es über den großen Teich ging.

      lunchen schrieb:

      Mein erster Flug war 2009 :D Von daher kann ich da nicht wirklich mitreden, aber ich finde es auf jeden Fall schon jetzt spannend!
      ...richtig spannend fand ich die letzten paar Flugstunden, ich konnte nicht schlafen und hielt mich die meiste Zeit hinten im Flieger auf, da gab es ein Fenster(alle anderen waren zugezogen) , ich klebte die ganze Zeit an der Scheibe und konnte gar nicht mehr aufhören raus zu gucken... ein netter Typ aus San Bernadino erklärte mir sehr viel zu den Landschaften unter uns, er hat sich richtig mit mir gefreut, hätte am liebsten auch gleich eine Rundreise gemacht und war natürlich mächtig stolz auf sein schönes Land.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Bernd ()

    • Da hat wohl jeder so seine Schlüsselerlebnisse. =)

      Mein erster Flug war 1979 - von Frankfurt nach Basel. Sehr ernüchternd, eben wie Strassenbahnfahren.

      1981 dann Frankfurt - New York - Chicago, Später von Chicago via Phoenix nach San Francisco. Chicago - Phoenix noch mit einer 707.




      Bei der 707 waren die Gepäckbins noch offen


      Das erste Mal Landschaft des Südwestens - genauso wie es Bernd beschreibt.

      Heute sähe ich die Road sofort, damals habe ich sie erst viel später auf dem Photo gefunden.

      Happy New Year!
      Rolf
      Desert Drunk and Red Rock Crazy Stories aus dem amerikanischen Südwesten
    • Tag 1 Good morning Amerika


      Die erste Nacht in der "Neuen Welt" war nicht sehr lang, obwohl ich am Abend schon ziemlich fertig war. Dafür ist der unangenehme Druck, welcher mir seit der Landung auf den Ohren lag verschwunden. Nun macht sich allerdings ein immer größer werdender Hunger breit, ich rufe beim Zimmerservice an und bestelle Frühstück auf's Zimmer... und schon gibt es die ersten Probleme, denn egal ob beim Toast, den Eiern oder dem Kaffee bei allem gibt es natürlich unzählige Möglichkeiten in Art, Zubereitung und Geschmacksrichtung...
      Irgendwie hab ich das zur allgemeinen Zufriedenheit dann doch hinzubekommen und wenig später steht ein lecker, reichhaltiges Frühstück auf unseren Tisch... es duftet nach gebratenem Speck und Kaffee und wir stopfen uns so richtig voll, soll ja nichts verkommen. Draußen scheint die Sonne, die Gardinen Wellen sich im Wind während wir über der Karte sitzen um die möglichst günstigste Strecke für uns zu finden.
      Als erstes geht es mit dem Shuttle zurück zum Airport und dort dann direkt zu Alamo. Obwohl ich extra den internationalen Führerschein für den USA Aufenthalt besorgt habe kommen die Damen und Herren beim Autovermieter damit nicht klar...nach einigem hin und her klappt dann doch noch alles und wir fahren mit einem weißen Chevi Corsica vom Hof.
      Unser erstes Stopp wird das Marina Hotel wo wir unsere Campingausrüstung abholen wollen... die Straßen sind im Gegensatz zu gestern Nachmittag erstaunlich frei und so kommen wir problemlos zu unseren ersten Ziel. Ich rufe beim Marlboro Team an und einen Kaffee später begrüßt uns James - auf deutsch mit einem wunderbaren amerikanischen Akzent - so bekommen wir alles, vom Zelt bis hin zum Gaskocher gezeigt und erklärt... obendrauf gibt es einen Campground Führer für Kalifornien und ein KOA Heftchen. Nun ist der Kofferraum voll und wir gut gerüstet... es kann los gehen!
      Unsere nächste Bleibe für zwei Nächte ist dann allerdings ein kleines Motel in Anaheim. Hier sieht es aus wie man sich ein Motel immer vorstellt, ein Zwei-Etagen-Flachbau mit Parkplätzen direkt vor den kleinen Zimmertüren und einem Pool im Hof. Bezahlt wird natürlich mit unserer extra für diesen Urlaub angeschafften Kreditkarte... diese wird über eine Art Stempelkissen gezogen und so erscheinen die erhabenen Ziffern der Karte auf der eingelegten Rechnung, die ich nur noch unterschreiben muß und alles ist erledigt.
      Zum Glück gibt es hier zwei Betten... dafür haben wir 44 Dollar/Nacht bezahlt. Dann fahren wir in den ersten Supermarkt den wir finden und danach eine kleine Runde mit kurzen Stopp an irgendeinen Strand, das Wasser ist allerdings empfindlich kalt... so hängen wir den restlichen Tag lieber am Pool ab.


      Aus heutiger Sicht sind wir schon ganz schön blauäugig unterwegs gewesen, das Motel war einfach das erste welches wir unterwegs gefunden haben... wir hatten keinen Plan welche Gegenden man meiden, welchen Supermarkt man bevorzugen soll oder welcher Strand der schönste ist. Alles war anders als wir es aus Deutschland gewohnt waren... selbst die obligatorische "Stopstraße" gab es gleich am ersten Fahrtag, nur gut dass ich darüber schon mal was gelesen hatte.
      Auch der "lockere" Umgang mit der Kreditkarte war neu für uns aber nach anfänglicher Skepsis überaus praktisch... ja und vorallem viel einfacher als die hoch gelobten Traveller Checks.


      Kosten für das Auto, 940,00 DM + 405,00$ (under age Gebühr)
      Campingausrüstung, 430,00 DM

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bernd ()

    • Bernd schrieb:

      Unsere nächste Bleibe für zwei Nächte ist dann allerdings ein kleines Motel in Anaheim. Hier sieht es aus wie man sich ein Motel immer vorstellt, ein Zwei-Etagen-Flachbau mit Parkplätzen direkt vor den kleinen Zimmertüren und einem Pool im Hof.

      Bernd schrieb:

      Aus heutiger Sicht sind wir schon ganz schön blauäugig unterwegs gewesen, das Motel war einfach das erste welches wir unterwegs gefunden haben...
      Ging uns damals genauso und wir erwischten in Anaheim ein Motel, in dem es von Sandflöhen nur so wimmelte.

      Als wir spät Abends vom Disneyland zurück kamen, wurden wir regelrecht von den Biestern angefallen. Um irgendeine andere Bleibe zu finden, war es zu spät, aber gleich am nächsten Morgen cancellten wir die 2. Nacht und machten uns vom Acker.
      Liebe Grüße

      Ilona

      "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat" (Erich Kästner)

    • Ilona schrieb:

      Bernd schrieb:

      Aus heutiger Sicht sind wir schon ganz schön blauäugig unterwegs gewesen, das Motel war einfach das erste welches wir unterwegs gefunden haben...
      Ging uns damals genauso und wir erwischten in Anaheim ein Motel, in dem es von Sandflöhen nur so wimmelte.
      ....wir hatten zum Glück keine unverhofften Mitbewohner, nur ein paar Nachbarn waren ein bisschen "ungewöhnlich" aber daran haben wir uns wärend der folgenden Wochen gewöhnt... vielleicht haben wir uns auch nur ohne es zu merken angepasst :crazy:
    • Tag 2 Zu Besuch bei Micky und Minnie

      Heute steht Disneyland auf dem Plan und so machen wir uns bei Zeiten auf den Weg. Ich kann mich an keine langen Schlangen am Eingang erinnern und auch bei den jeweiligen "Karussells" kammen wir immer gleich dran, ok es gab mal ne kurze Verschnaufpause hier und da aber alles in allem alles recht Erstllings freundlich. In mein Reisetagebuch hab ich für den Tag nichts weiter vermerkt... bin nicht so der große Rummelgänger aber ich kann mich noch gut an die Jeepfahrt "Indiana Jones" und auch die kühle Dusche danach im Baumstamm erinnern. Ja ansonsten kann ich mich noch schwach an den Schaufeltaddampfer, das U Boot, das 4D Kino mit der Fahrt zum Kampfstern Galaktika(oder so ähnlich) eine Achterbahn mit Dampflock und den ersten Sonnenbrand des Urlaubs (eine der wenigen Notizen des Tages im Tagebuch).
      Bilder
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    • lunchen schrieb:

      Die Dampflock heißt Big Thunder Mountain und die Baumstämme werden wohl Splash Mountain gewesen sein :D

      Witziges Bild!
      ...ja genau "Splash Mountain"
      ...nur gut das die einen dort fotografiert haben, war zwahr nicht billig - aber Jahre später ist so ein Schnappschuss gold wert ;)
    • Matthias schrieb:

      Bernd schrieb:

      selbst die obligatorische "Stopstraße" gab es gleich am ersten Fahrtag, nur gut dass ich darüber schon mal was gelesen hatte.
      Was meinst du mit “Stopstraße? Sagt mir gerade nichts.
      ...ich meine die "gleichrangigen" Kreuzungen, wo von allen Seiten ein Stopschild steht
    • Immer wieder gern!

      PS : Als ich das erste mal über diese Regelung gelesen hatte, konnte ich mir das gar nicht vorstellen und hatte gehofft nicht in eine solche "undurchsichtige" Situation zu kommen... aber dann war es einfacher und wie ich meine übersichtlicher als unsere Regelung bei den gleichrangigen Straßen.
    • Tag 3 Raus aus der Stadt

      Heut verlassen wir LA, wir haben uns natürlich keine Gedanken über volle Straßen oder gar "Rush Hour" gemacht und sind dann auch ohne diese zu erleben aus dem Großraum der Megametropole entkommen. Auch wenn die vielen Straßenkreuze mit ihren mehrstöckigen Zubringerbrücken echt beeindruckend sind ist es eine Erleichterung die Karte aus der Hand zu legen und einfach ein paar Meilen zu fahren ohne anstrengendes Schilderlesen... wie ich schon auf dem Hinflug beobachten konnte geht es erst einmal durch karge Berge. Es gibt nahezu keine Vegetation dafür Unmengen Windräder... so was haben wir noch nicht gesehen und fahren bei nächster Gelegenheit von der Interstate ab um uns dies aus nächster Nähe anzusehen. Bis auf das pfeifen des Windes ist es zwischen den "Windmühlen" erstaunlich ruhig. Nach dem kleinen Stop in den Bergen geht es weiter auf der I-10...
      Einige Meilen später verlasen wir den Interstate und fahren auf dem Highway 62... es ist kein Wölkchen am Himmel und im Autoradio läuft ein Country Sender als wir im Örtchen Twentyninepalms eintreffen. Da ich von Mike chauffiert werde beginne ich doch wirklich die Palmen zu zählen...
      Als wir schon fast aus dem Ort raus sind, der übrigens weit mehr als neunundvierzig Palmen zählt sehen wir am Straßenrand ein braunes Schild mit der Aufschrift "Joshua Nationalpark"... da wollen wir hin! Also biegen wir nach rechts ab und kurz nachdem Abzweig befindet sich auch schon das Visitor Center, hier besorgen wir ums den Nationalpark Pass und ein paar Postkarten (falls das mit den Fotos nicht's wird).
      Da die Tankanzeige gegen Null geht fahren wir noch schnell in den Ort zurück um zu tanken... der erste Tankstopp und so stehen wir erst einmal etwas doof vor der Tanksäule, eigentlich ist alles durch kleine Bildchen erklärt aber wir sind trozdem zu blöd... also geh ich in dieTankstell rein bekomme alles erklärt und muss auch gleich im voraus bezahlen! Ein klein wenig verunsichert geh ich wieder zum Auto - und nun sind auch die Bildchen für mich logisch... mal sehen wie weit wir mit der Vorauszahlung kommen?
      Nach all den Abenteuern der modernen Zivilisation fahren wir endlich hoch in die einsamme Welt der Joshua Bäume...
      Auch wenn uns nicht nach wandern ist gefällt es uns zwischen den Steinhaufen, Yuccabäumen, Kakteen... ja wir halten sogar des öfteren und gehen ein paar Schritte, dass wird natürlich promt belohnt und wir bekommen einen Road Runner zu Gesicht! Leider ist er zu schnell für's Foto...
      Irgendwann am Nachmittag fahren wir südlich aus dem Park raus und landen wieder auf der "Ei ten"... wir fahren bis in die Ortschaft Blythe, hier gibt es direkt am Colorado einen Campground. Zelt und Kocher sind schnell aufgebaut und schon bricht die langersehnte Campingromantik über uns herein...
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    • Tag 4 Goodbye California, Wellcome Arizona

      Die erste Nacht im Zelt war besser als erwartet nur werd ich mir bei nächster Gelegenheit ein Kopfkissen besorgen... dieses Mal mussten die Handtücher herhalten, was aber auf Dauer nicht die beste Lösung ist.
      Nachdem wir unseren ganzen Krempel im Auto verstaut haben verlassen wir die kleine Oase am Fluss und überqueren den Colorado River. Wir sind nun also in Arizona und kaum das wir das Flusstal verlassen haben gibt es auch kaum noch Grün, es gibt nur noch kleine Büsche und hin und wieder recht statliche Kakteen. Eigentlich wollte ich so ein Prachtexemplar von Säulenkaktus auch auf ein Foto bannen... aber irgendwie kam es nicht dazu. Sobald wir den Interstate verlassen sind wir fast allein auf der Straße und bei Tempo 55 muss man schon das Radio etwas lauter drehen damit einem nicht die Augen zufallen... zum Glück wird es dann etwas bergig und auch die kleinen Orte mit ihren Westernfassaden sind ganz nett anzuschauen.
      Ab Prescott wird es dann richtig schön wir fahren weiter auf der 89A bis Cottenwood, wo wir auf den Highway 260 abbiegen. Gleich nach der Auffahrt zum I-17 befindet sich Montezuma Castle. Nach kurzer Besichtigungspause geht es für uns weiter Richtung Norden, unterwegs gibt es einen richtig leckeren Burger und auch unser Chevy bekommt den Tank voll.
      Was die alles wissen wollen wenn du einen Burger bestellst ist schon erstaunlich... wie soll das Petty gebraten sein, welches Brötchen und was für Zutaten nur gut das die Soßen schon auf dem Tisch stehen... dafür gibt's Colanachschlag bis zum abwinken. Ach und wenn ich einmal dabei bin, auch mit den verschiedenen Kaffeearomen haben wir damals unsere wahre Freude gehabt... von zu Hause waren wir ja den Kaffee nur mit Sahne gewöhnt und hier gab es den nun mit Zimt, Vanille und allerlei anderen exotischen Dreingaben!? Manchmal standen da zig verschiedene Kaffeekannen rum und wenn du nicht aufgepasst hast hat das Zeug echt widerlich geschmeckt.
      Am Nachmittag treffen wir dann am Grand Canyon ein, wir bekommen einen super Idyllischen Platz für unser Zelt und nachdem unsere grüne Stoffhütte steht geht es noch schnell zum Sonnenuntergang kucken. Schön war's aber als der Feuerball verschwunden ist wird es auch gleich empfindlich kalt... heut gibt es noch was gegrilltes vom Schwein (an die riesigen Rindersteak haben wir uns noch nicht ran getraut). Zum Aufwärmen fahren wir noch duschen und danach mit dicken Klamotten in den Schlafsack... he und wer hat sich immer noch kein Kissen besorgt?
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    • Schön das es euch beiden gefällt, ich hatte schon Angst euch mit den alten Geschichten zu langweilen.
      Hier noch ein Bildchen mit meinen źwei neuen Mausfreunden.
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