San Francisco: Ölpest in der Bay

    • San Francisco: Ölpest in der Bay

      Die Ölpest in der Bucht von San Francisco durch ein leckgeschlagenes Schiff ist schlimmer als zunächst befürchtet. Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger rief am Freitag für die Bucht und angrenzende Gewässer und Strände den Notstand aus, seit Mittwoch sind 220.000 Liter Öl aus dem Frachter ausgelaufen. Die Ausrufung des Notstands erlaubt es, rasch zusätzliche Mittel für die Beseitigung der Ölverschmutzung bereitzustellen.

      Nach Angaben von Küstenwache und Tierschützern sind bereits Dutzende verölte Vögel tot oder verletzt gefunden worden. Hunderttausende Meerestiere und Vögel seien von der Ölpest bedroht, hieß es. „Wie müssen diese Verschmutzung so schnell wie möglich beseitigen, denn sie hat bereits enormen Schaden für die Umwelt, Meerestiere und Vögel angerichtet“, sagte Schwarzenegger.

      Der Ölfilm habe schon die 40 Kilometer entfernten Farallon Inseln erreicht, eines der wichtigsten Vogelschutz- und Brutgebiete der Vereinigten Staaten. Viele Zugvögel rasten hier auf ihrem Weg gen Süden. Mehrere verschmutzte Stadtstrände und Abschnitte entlang der Pazifikküste wurden abgesperrt. Mit schwimmenden Barrieren versuchten Hunderte Helfer, den Ölteppich einzudämmen. Spezialschiffe sind im Einsatz, um den klebrigen Film abzusaugen.

      Auslöser für die Ölverschmutzung war ein leckgeschlagenes Container-Schiff. Der Frachter hatte am Mittwoch einen Brückenpfeiler in der Bucht von San Francisco gerammt. Durch ein Loch im Rumpf des Schiffes liefen mehr als 220.000 Liter Öl aus. Anfangs waren die Behörden von einer viel kleineren Menge ausgegangen. Inzwischen wurde Kritik laut, dass die Säuberungsaktion zu langsam angelaufen sei. Der Frachter war auf dem Weg von Kalifornien nach Südkorea, als er aus noch ungeklärten Gründen bei dichtem Nebel einen Pfeiler der Bay Brigde streifte. Den Behörden zufolge entstand an der viel befahrenen Brücke zwischen San Francisco und Oakland kein Schaden.

      Die letzte schwere Ölpest in der malerischen Bucht der Westküstenstadt liegt knapp 20 Jahre zurück. 1988 waren durch ein defektes Rohr einer Raffinerie über 1,5 Millionen Liter Öl ausgeflossen. Hunderte Vögel und Meeressäuger kamen damals um.

      (Quelle, 10.11.2007)
      Stefan Kremer
      (Webmaster von Westküste USA, USA Reporter und Great-West)
    • Na die werden mit ihren hundert Helfern sicherlich in nur 10 bis 20 Jahren die Küsten wieder vom Gröbsten gesäubert haben. Wozu sollte man auch mehr Personal einsetzen? Am Ende zahlt der Reeder ein paar Millionen und alles ist wieder gut. Ist ja auch lange nicht so schlimm wie die böse böse Frau, die 24 Lieder raubkopiert hatte und dafür 220.000 Dollar zahlen muss. Es muss halt alles in einer gesunden Relation stehen :kichern:
      Stefan Kremer
      (Webmaster von Westküste USA, USA Reporter und Great-West)